Wissenschaften verfügen über Fachsprachen bzw. spezifische Grundbegriffe, und dies gilt auch für die Philosophie. Zu den Besonderheiten philosophischer Fachsprache gehört ihre eigentümliche Verflochtenheit mit der Alltagssprache bei gleichzeitiger Schwerverständlichkeit. Das Driften zwischen Fachjargon und Alltagssprache, zwischen Esoterik und Exoterik, trägt zu den Schwierigkeiten der Sprache der Philosophie wesentlich bei. Die Vorlesung verbindet eine Analyse zentraler Beispiele mit den Positionen philosophischer Klassiker wie Platon, Aristoteles, Thomas von Aquin, Bacon, Descartes, Kant, Peirce, Whitehead, Heidegger und Wittgenstein. Leitfragen: Brauchen wir eine philosophische Fachsprache? Welche Rolle spielen dabei Etymologie und Metaphorik? Was bedeuten Ethik und Ästhetik für die Wissenschaftskommunikation? Wo liegen Vor- und Nachteile einer Popularisierung der Philosophie?

Die Vorlesung wendet sich an Einsteiger und an Fortgeschrittene, die Teilnahme ist unabhängig von der Teilnahme an der VL Die Sprache der Philosophie I im WiSe 2021/22.