Die Philosophie der Neuzeit hat entsprechend der Vielfalt ihrer Ansätze unterschiedlichste Charakterisierungen erfahren: Als repräsentativ gelten neben dem Anspruch eines traditionskritischen Neubeginns und der Begründung des modernen Subjektivismus (Descartes) unter anderem ihr komplexes Verhältnis zu den modernen Wissenschaften (Bacon, Hume), klassische Konzeptionen der politischen Philosophie (Hobbes, Locke), das Auftreten des Kritizismus (Kant) oder die großen Systementwürfe des deutschen Idealismus (Fichte, Schelling, Hegel). Die Dichotomie von Rationalismus und Empirismus kann als durchgängiges Leitmotiv der neuzeitlichen Philosophie gelten.

In der einführenden Vorlesung soll ein Überblick über die wichtigsten Vertreter, Positionen und Entwicklungslinien der Philosophie der Neuzeit vermittelt werden.