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Geld wird auch tausende Jahre nach seiner Erfindung immer noch als das Tauschmittel schlechthin gesehenen, heutzutage sogar mit einem immateriellen Wert. Man könnte sagen unser heutiges Geld ist ein Versprechen, das mit bestimmten Narrativen ausgestattet ist, damit es überhaupt funktioniert. Genau an dieser Stelle möchte das Seminar einsetzen. Die Narrative, die unsere heutige Vorstellung von Geld prägen, sind kulturell und politisch auf den globalen Kapitalismus ausgelegt. Dies wollen wir uns im Seminar gemeinsam an einer klassischen Symbiose aus Kunst und Kommerz anschauen: Dem Hollywood-Kino: Einerseits ist über die Narrative "Reichtum" und "Armut" Geld eines der meisterzählten Konfliktthemen des Hollywood-Kinos, andererseits finden kapitalismuskritische Töne (wenn überhaupt) vor allem über "menschliche Tragödien" Einzug in Hollywood-Filme. Geld selber scheint seltsam unpolitisch und amoralisch. Dabei probieren einige Filme eine Ästhetik für Bilanzen, Geld und Kapitalismus zu finden, die andere Narrative möglich macht und angestammte hinterfragt.

Das Seminar wird dafür einen ausgewählten Kanon an Finanz- und Wirtschaftsthrillern sichten, sowie einige Grundlagentexte zur globalisierten Welt, Modern Monetary Theory und ästhetischen Kapitalismus sich erarbeiten. Im besten Fall sollen die Filme uns dazu anleiten selbst theoriebildend zu sein und kritisches Potential rekonstruieren zu können.


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