Get involved! Künstlerische Partizipationsprojekte in NRW Teil II
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Der Begriff
„Partizipation“ wurde Ende der 1990er Jahre im Anschluss an das Konzept der
„Relational Art“ des Kurators Nicolas Bourriaud als eine Art Zauberwort
gehandelt. Doch bereits mit den Protest- und Demokratisierungsbewegungen der
1960er/ 1970er Jahre haben sich in der Kunst eine Reihe von Formaten
entwickelt, die Teilnahme und Mitgestalten, sprich die Partizipation des
Publikums, ins Zentrum rücken und damit den Aufführungscharakter der Kunst
betonen und das Verhältnis Kunstwerk-KünstlerIn-RezipientIn neu verhandeln.
Doch nicht nur die Teilhabe des Publikums, sondern auch die Prozesse, in denen
Kunst produziert wird, d.h. die Formen der Zusammenarbeit sowie die Strukturen
von Kunstinstitutionen, rücken im Kontext von partizipativen Arbeiten in den Fokus.
Wir werden uns vor diesem Hintergrund 1)
kunsthistorisch rückvergewissern und die Entwicklung partizipativer Kunst
nachzeichnen, 2) theoretische Positionen zum Partizipationsbegriff diskutieren
und 3) deren Aktualität im Gespräch mit Gästen aus der Kunst- und Kulturpraxis
NRWs überprüfen. Die Gespräche werden ergänzt durch gemeinsame
Veranstaltungsbesuche. Ein Schwerpunkt wird auf den Darstellenden Künsten
liegen.
Das Seminar knüpft an das Seminar „Kunst
und Teilhabe“ des vergangenen Sommersemesters an. Aufgrund der Vielzahl an
partizipativen Formen und Praktiken und der Komplexität der inhaltlichen
Zusammenhänge werden wir die anregenden Diskussionen in diesem Semester
fortsetzen. Wir werden die im Seminar erarbeiteten Thesen und offen gebliebene
Fragen aufgreifen, weiterverfolgen und damit die Gelegenheit nutzen, Themen
noch einmal zu vertiefen. Die Teilnahme ist selbstverständlich auch ohne den
Besuch des Vorgängerseminars möglich, es wird nichts vorausgesetzt.
- Trainer*in: Melanie Stecknitz
- Trainer*in: Katharina Weisheit