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Medien sind Erweiterungen des Selbst. Unter diesem Leitgedanken hat schon Marshall McLuhan in den 1960er Jahren Medien beschrieben und systematisiert. Technologien bringen Kulturtechniken und damit Ideale, aber auch Phantasmen des Selbst hervor. Ein Miteinander von Subjektivierungsformen und Selbstpraktiken – wie etwa die Selbstoptimierung – ist auch auf Social Media-Kanälen zu verzeichnen.

Ausgehend von Denkfiguren Michel Foucaults lassen sich daher viele dieser Weisen – Techniken und Technologien – des Selbst unter dem Stichwort der „Sorge um sich” zusammenfassen und anhand verschiedener Konzepte wie Subjekt und Subjektivität, Autorität und Autorschaft, Körper und Geschlecht, aber auch Wahrheit, Wissen und Macht einer eingehenden Analyse unterziehen.

Durch die Übertragung der Selbstsorge an Medien (wie vorher an den Staat oder Souverän) entsteht eine neue ‚Systemloyalität‘. Die „Instrumente produktiver Macht” (Foucault) sind nun die ‚Netzwerke‘: im technologischen wie sozialökonomischen Sinne. Und mit dieser Abtretung stehen Formen der individuellen Selbstprüfung (vgl. etwa das Aussetzen der Selbstbeherrschung beim Cybermobbing), insbesondere aber der Status von Privatheit auf dem Prüfstand.

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