Sonic Subjectivities
Einschreibeoptionen
Fragen nach Subjektivität und den kulturellen Formen, die Selbstbilder
und Identitätsmodelle sowohl reflektieren als auch hervorbringen,
gehören zu den Grundlagen der Medientheorie. Dabei gilt es entsprechend
medienhistorischer Zäsuren immer wieder neu zu bestimmen, in welcher
Weise die moderne Gesellschaft den Menschen formt. Hier gilt es also
Verstehensoptionen auszuloten, wie das (postmoderne) Individuum medial
subjektiviert wird. Unter Berücksichtigung spezifischer
medienkultureller Anforderungen, mit denen sich das Individuum im
Verlauf der (Post-)Moderne konfrontiert sieht, wollen wir uns in diesem
Seminar den Selbstbildern widmen, die der Mensch von sich entwirft.
Dabei stehen Techniken des Selbst, wie Selbstdisziplinierung,
-darstellung, -verwirklichung oder -optimierung immer in einem
unmittelbaren Resonanzverhältnis mit den Medien einer Gesellschaft. Das
Subjekt soll in diesem Zusammenhang jedoch nicht als dualistischer
Gegensatz zum Objekt, sondern eher als innerhalb eines
Akteur-Medien-Netzwerks konstituiert gedacht werden. Der Blick auf die
digitalen Umwelten und sozialen Netzwerken unserer medialen Gegenwart,
lassen daher Fragen nach Subjektivierungsformen als besonders akut
erscheinen.
- Trainer*in: Maximilian Haberer