BFM 2-1a /BFM 2-2a – Projektseminar Utopien und Virtualität
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Tomas Morus’ Werk Utopia (De optimo rei publicae statu deque nova insula Utopia), das im Jahr 1516 in Löwen unter Mitwirkung von Erasmus von Rotterdam zuerst veröffentlicht wurde, wirkt bis heute nach. Die Wortschöpfung des u-topos, des Nicht-Ortes, an dem eine bessere Welt konzipiert werden könnte, entstand in der Renaissance, einer Zeit des sozialen und geistigen Umbruchs. In der Literatur herrschen zur gleichen Zeit eher dystopische Fiktionalitätsmodelle vor, wenn das Schiff als Symbol menschlichen Lebens von lauter Narren bevölkert ist oder Schildbürger ein ganzes Dorf übernehmen. In diesem Projektseminar werden wir auf Tuchfühlung mit dieser Utopie-Literatur gehen, indem wir in den HHU-Beständen an utopischem Schrifttum aus der Frühen Neuzeit stöbern werden. Dabei wird eingeführt werden in die Grundarbeitstechniken der Archivarbeit, um am Ende eine durch die Deutsche Digitale Bibliothek (https://pro.deutsche-digitale-bibliothek.de/) unterstützte digitale Ausstellung im VOOO-Space des Literarischen Colloquium Berlin (https://www.vooo.space/) durchzuführen. Das VOOO-Space ist ein Virtueller Raum, in dem Avatare durch Ausstellungen digitaler Objekte lustwandeln. Interessieren wird uns auch, welches Verhältnis zwischen Utopie und Virtualtiät besteht. |
- Trainer*in: Philippe Roepstorff-Robiano
- Trainer*in: Julian Sprengers