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Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts wird die Praxis der Rhetorik bestimmt von den seit der Antike überlieferten traditionellen Konzepten (Aristoteles, Cicero, Quintilian etc.). Die praktische Rhetorik, wie wir sie heute kennen, entsteht erst, als die ersten Sprechkundler*innen im Rahmen der Reformpädagogik beginnen, die antike Rhetorik „vom Kopf auf die Füße” zu stellen (Ewald Geißler 1908), sie zu pragmatisieren und zu demokratisieren (R. Wittsack, Erich Drach u.a.).

 

In dieser Veranstaltung werden wir uns mit diesen ersten neuen Konzepten beschäftigen, werden sie praktisch erproben, verfolgen, wie sie im Nationalsozialismus beschnitten und zur Manipulation missbraucht werden, und untersuchen, wie sie nach dem II. Weltkrieg allmählich wieder belebt werden und wie es neben der Linguistisierung in der Sprachdidaktik in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts zu einem Rhetorik-Boom in der Weiterbildung kommt. Exemplarisch werden wir die Entwicklung bis zum Konzept der rhetorischen Kommunikation (Hellmut Geißner) und der kooperativen Rhetorik (Elmar Bartsch) in den Blick nehmen und Kriterien für die Evaluation von Rhetorik-Konzepten erarbeiten.

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