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"Was ist ein Autor?" Auf diese Frage, die der französische Philosoph Michel Foucault in seinem gleichnamigen Essay aus dem Jahr 1969 stellte, haben die Autor*innen seit dem späten 18. Jahrhundert die unterschiedlichsten Antworten gegeben. Für den Romantiker Novalis ist der Dichter nichts weniger als eine messianische Gestalt, die die Welt poetisiert und der Menschheit so ein goldenes Zeitalter beschert. In der Erzählung "Das Herzstück der Sammlung" des österreichischen Gegenwartsautors Clemens Setz erscheint der Autor hingegen als ein dementer Greis, der nicht einmal seine elementaren Körperfunktionen unter Kontrolle hat. Die Wandlungen des Autorenbildes von der Romantik bis zur Gegenwart sollen im Seminar anhand ausgewählter Texte unter anderem von Gottfried Keller, Thomas Mann und Stefanie Sargnagel nachgezeichnet werden. Dabei werden wir auch einflussreiche Texte zur Theorie der Autorschaft wie Sigmund Freuds "Der Dichter und das Phantasieren" oder Roland Barthes "Der Tod des Autors" lesen.

Das Seminar findet als Blockveranstaltung statt. Informationen zum genauen Ablauf erhalten Sie bei einer Kick off-Veranstaltung am Montag, den 28. April, von 10:30 bis 14:00 Uhr. Sollten Sie parallel zu diesem Termin eine Veranstaltung besuchen, können Sie gerne ein Entschuldigungschreiben erhalten.


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