BFM 2b: Mehr Licht. Goethe und die Aufklärung
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Er ist einer der prominentesten Vertreter der Epoche, hat jedoch selbst
den Begriff der „Aufklärung“ in seinen Schriften meist vermieden. Wenn
Goethe so seinem Faust die Worte in den Mund legt, „Da steh ich nun, ich
armer Tor, / und bin so klug als wie zuvor“, dann scheint sich hierin
eine gründliche Skepsis gegenüber dem Wissens- und
Fortschrittsenthusiasmus seiner Zeit auszudrücken. Zugleich begegnen wir
in Goethe einem ebenso aufmerksamen wie inspirierten Kant-Leser, einem
passionierten Naturwissenschaftler, der dem zeitgenössischen
Erkenntnisdrang ein menschlicheres Gesicht zu geben versucht, und einem
Dichter, der besonders in seinem Alterswerk verstärkt auf
Grundpositionen der Aufklärung zurückgreift. Im Seminar wollen wir
anhand ausgewählter Werke diesen Ambivalenzen nachgehen und Goethes
Position zu und in der Epoche der Aufklärung (neu) bestimmen.
Literaturhinweise:
- anzuschaffen ist folgende Taschenbuch-Ausgabe aus dem Deutschen Klassiker Verlag:
Goethe: Werther/Wahlverwandtschaften. Text und Kommentar. Frankfurt a.
M. 2008 (ISBN: 978-3-618-68011-6)
- Empfehlung als Textgrundlage für den Faust I: Goethe: Faust: Zwei Teilbände. Texte
und Kommentare. Frankfurt a. M. 2005 (ISBN: 978-3-618-68052-9), andere Ausgaben sind aber ebenfalls ok
- weitere
Texte werden in Kopien bereitgestellt
- Trainer*in: Sonja Klein