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Die Frage, was der Mensch sei, ist Gegenstand einer ganzen Reihe wissenschaftlicher Disziplinen und wurde auch in der Philosophie von Beginn an be- und verhandelt. Im frühen 20. Jahrhundert jedoch bildet sich im deutschsprachigen Raum eine spezifisch philosophische Anthropologie heraus. Das „Problem des Menschen“ und seines Wesens wurde in der Spannung immer weiter voranschreitender naturwissenschaftlicher Bestimmungen und zusehends an Verbindlichkeit verlierender religiöser Deutungen virulent. Der Mensch ist sich selbst fragwürdig geworden. Autoren wie Max Scheler, Helmuth Plessner oder Arnold Gehlen reagieren in ihren Entwürfen auf diese Prekarität des Menschseins.

Vor dem Hintergrund des Anthropozäns, des „Zeitalters des Menschen“, gilt es das Bild, das sich Mensch von sich selbst macht, noch einmal neu in den Blick zu nehmen und zu problematisieren: Welche Rolle spielt er in der Welt? Wie setzt er sich ins Verhältnis zur Natur, zum Nicht-Menschlichen? Im Seminar sollen die klassischen Texte der philosophischen Anthropologie erarbeitet und im Lichte heutiger Herausforderungen wie Klimakrise und Transhumanismus befragt werden.


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