Einschreibeoptionen

Der "Subjekt"-Begriff steht im Kreuzfeuer eines Diskurses, der wiederum im Spannungsfeld rund um die Begriffe "postmodern" und "spätkapitalistisch" gruppiert ist. Fraglich bleibt, ob moderne Konstruktionen wie "Individuum" und "Gesellschaft" nur vorübergehend erodieren oder sich in einer dauerhaften Krise befinden. Um die fortlaufende "Entzauberung" der Moderne begreifen zu können wird zunächst mit Hilfe des klassischen Hollywood-Kinos der 30er & 40er Jahre, sowie der Filmphilosophie von Stanley Cavell auf die Grenzerfahrung von Moderne und einer sogenannten Postmoderne geschaut und dabei sein Konzept des moralischen Perfektionismus vorgestellt. Weiter wird das Seminar versuchen anhand neuerer und neuster Überlegungen wie zum Beispiel von Andreas Reckwitz, Eva Illouz und Hartmut Rosa den Subjekt-Begriff zu überarbeiten, um seine fragmentarische Vielschichtigkeit offen zu legen. In der zweiten Hälfte des Seminars werden Romane von Olivia Wenzel, Jakob Nolte, Sasha Marianna Salzmann und anderen vorgestellt, die literarisch jeweils eigene Antworten auf die theoretische Dekonstruktion von "Selbst" und "Identität" geben. Es soll untersucht werden, inwiefern die Grenzen des literarischen Erzählens in den Romanen formal kongruent zu den fluoreszierenden Konzepten von "Subjekt" sind.

Für den BN wird eine aktive Mitarbeit sowie das sorgfältige Lesen der Texte und schauen der Filme vorausgesetzt, sowie abschließend das Verfassen eines Kurz-Essays.  Alternativ als BN-Leistung werden einige wenige Referate zu vergeben sein.
Eine AP kann in Form einer mündlichen Prüfung erbracht werden und vereinzelt auch als Hausarbeit.

Teilnehmer*innen
Teilnehmer*innen